Kürzlich musste ich für einen Kunden von seiner auf Typo3 basierenden Website eine statische Offline-Version erstellen. So stellte sich die Frage, wie dies am besten und einfachsten umsetzbar ist. Eine Variante ist natürlich, jede einzelne Seite im Browser abzuspeichern und die Links überall manuell anzupassen. Da dies aber selbst bei kleineren Websites schon relativ zeitaufwändig ist, suchte ich nach einer komfortableren Möglichkeit. Das rief mir wieder einen
Blog-Eintrag auf adminlife.net in Erinerung. Darin geht es darum, dass man mittels
wget relativ einfach eine Offlinekopie einer Website erstellen kann. Dies Möglichkeit hat jedoch eine Schwäche: Popup-Links, die mit Javascript realisiert sind funktionieren in den erstellten Html-Seiten nicht mehr.
Doch genau dies ist auf der bestreffenden Website enthalten, sodass diese Lösungsmöglichkeit für mich nur als Notlösung in Frage kam. Schließlich wurde ich auf ein spezielles Tool aufmerksam, das auch mit solchen Popups umgehen kann. Es handelt sich dabei um
HTTrack, was aufgrund der GPL-Lizenzierung kostenlos heruntergeladen und benutzt werden kann. Es sind sowohl für Windows, als auch verschiedene Linux-Distributionen entsprechende Versionen verfügbar. Für Ubuntu ist HTTrack sogar in den offiziellen Paketquellen enthalten.
Die Bedienung des Tools ist eigentlich relativ einfach und unkompliziert. Man muss lediglich die URLs und das lokale Speicherverzeichnis angeben. Außerdem können noch weitere Einstellungen für den Kopiervorgang vorgenommen werden, die aber in der Regel nicht oder nur selten benötigt werden. So können beispielsweise Angaben zur Verwendung eines Proxy-Servers, zur Filterung oder Vezeichnistiefe gemacht werden. Zudem kann man momentan zwischen 28 Sprachen für die Bedienungoberfläche auswählen.
Die Dauer des Kopiervorgangs ist natürlich abhängig von der Größe der zu kopierenden Website und der zur Verfügung stehenden Internetanbindung. Bei der betreffenden Seite benötigte das Tool für ca. 20 Seiten ungefähr 5-10 Minuten.
Fazit:
Ich kann das Tool nur jedem empfehlen, da es vermutlich nahezu jeden Anwendungsbereich abdeckt und sehr komfortabel zu bedienen ist. Besonders bemerkenswert finde ich, dass es keinerlei Fehler bei der Link-Umwandlung gegeben hat und somit auch die bereits angesprochenen Javascript-Popups funktionierten.